Bildergalerie > Regierungsgebäude

Zu folgenden Sehenswürdigkeiten sind hier Fotos und Informationen eingestellt:

 

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Regierungsgebäude  
Im März 2009 habe ich mir bei einem kleinen Spaziergang die Spree entlang einmal die Gebäude unserer Bundesregierung angeschaut.

Es handelt sich dabei um ziemlich mächtige "Betonklötze", die bei Tageslicht vielleicht nicht so interessant aussehen. Aber abends, wenn sie hell erleuchtet sind, sieht das schon ganz anders aus.

Auf den Fotos seht ihr die Vorderansicht des Kanzleramtes. Direkt vis-à-vis hiervon befindet sich der Deutsche Bundestag/das Paul-Löbe-Haus und rechts davon der Reichstag.


Wer einmal einen Blick in das Innere des Kanzleramtes werfen möchte, klickt einfach hier ... am 21./22.08.2010 habe ich den "Tag der offen Tür" genutzt, um einmal hineinzuschauen, natürlich habe ich auch ein paar Bilder mitgebracht.
Okay, die Vorderansicht des Paul-Löbe-Hauses mag für einige nicht sehr interessant aussehen, aber läuft man an dem Gebäude vorbei zur Spree (sie verläuft in einer großen Schleife um Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus herum), bietet sich eine sehr schöne Ansicht. Vielleicht gefällt diese Architektur nicht jedem, aber so beleuchtet sieht es abends doch schon recht imposant aus - also mir gefällt's recht gut.

Über eine Brücke - dem sog. "Sprung über die Spree" - gelangt man über die Spree zu einem weiteren Gebäude des Deutschen Bundestages, dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. In dem Gebäude befinden sich in einem öffentlich zugänglichen Teil als Mahnmal Segmente der Berliner Mauer an ihrem ursprünglichen Ort. Weitere Informationen folgen im nächsten Kapitel. 

Alle Gebäude - Kanzleramt, Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gehören zum sog. "Band des Bundes", das die früher durch die Mauer geteilten Teile Berlins über die Spree hinweg verbindet. Das letzte Foto zeigt noch einmal einen Blick zurück Richtung Kanzleramt.
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus - Weiße Kreuze Seitenanfang
Im April 2009 habe ich das Museum im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus einmal besucht. Zutritt hat man zum von Freitags - Sonntags von 11:00 - 17:00 Uhr und der Eintritt ist frei. Aber Achtung, die Eingangskontrolle ist wie die Gepäckkontrolle am Flughafen ...
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus Marie-Elisabeth-Lüders-Haus Zitat von einem Informationsschild im Museum:
"Es wurden nicht nur Menschen ... in Berlin und an der gesamten innerdeutschen Grenze bei ihren Fluchtversuchen getötet, sondern auch viel Menschen, die versuchten, über die Ostsee oder über außerdeutschen Grenzen zu fliehen. Andere wurden bereits bei der Vorbereitung ihrer Flucht verhaftet und hingerichtet oder auf andere Weise zu Tode gebracht. Selbst Menschen, die sich nach ihrer Flucht in den Westen sicher fühlten, wurden in der vermeintlichen Sicherheit getötet oder zwangsweise in die DDR zurück gebracht und dort getötet. Auch Soldaten der Nationalen Volksarmee der DDR und Angehörige der Streitkräfte der UdSSR kamen bei Fluchtversuchen an der Mauer zu Tode.
Die bisher bekannten und gesicherten Fälle werden auf den Mauersegmenten in Zahlenangaben nach Jahren geordnet aufgeführt."
Blickt man vom Ufer am Reichstag über die Spree hinüber zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, erkennt man direkt am Spreeufer sieben weiße Kreuze. Sie erinnern an alle, die bei ihrem Fluchtversuch aus der DDR nach West-Berlin ums Leben gekommen sind.
Die Uferseite, auf der sich die Kreuze befinden, gehörte seinerzeit zu West-Berlin, die Wasserfläche bereits zu Ost-Berlin. Genau an der Stelle, an der die vordere Grenzmauer auf das Flussufer getroffen ist, wurden die Kreuze am 10. Jahrestag des Mauerbaus durch einen privaten Bürgerverein errichtet.
Das Bild rechts, das ich von einer dort stehenden Informationstafel abfotografiert habe, zeigt eine alte Ansicht. Im Hintergrund ist gut jenseits der Spree die DDR-Grenzanlage zu erkennen.
  In der Zeit von Juni bis Anfang Oktober 2013 fand eine Laserprojektion am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus statt. Sie dauerte 30 Minuten, begann um 21:00 sowie 21:30 Uhr und informierte über die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland und die des Reichstagsgebäudes. Ich fand die Inszenierung sehr gelungen - man sitzt auf den Treppenstufen am Reichstagsgebäude direkt an der Spree und schaut hinüber auf die sehr gut gemachte Ton- und Lichtshow.
Anfang Juli 2014 habe ich zufällig gesehen, dass die Projektion auch bis Oktober 2014 wieder zu sehen war. Wer selbst aber keine Gelegenheit hatte, sie sich anzuschauen, bekommt ein paar Impressionen durch die nebenstehen Bilder, die ich 2013 mitgebracht habe. Auch wenn der Ton fehlt, sind sie doch nett anzuschauen.

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus beinhaltet übrigens die Bibliothek des Deutschen Bundestages. Nun müssen auch die Bundestagsmitarbeiter des Paul-Löbe-Hauses in die Bibliothek gelangen. Dazu verbindet eine Brücke die beiden Gebäude. Der untere Teil ist öffentlich und kann von jedermann genutzt werden. Aber der obere Teil ist nur für Mitarbeiter des Bundestages von den Gebäuden aus zugänglich. Die Brücke hat daher einen Spitznamen erhalten: "Beamtenlaufbahn".
Der Deutsche Bundestag bietet über seine Homepage sog. Kunst- und Architekturführungen an, für die man sich kostenlos anmelden kann. Seit geraumer Zeit sind sie jedoch für das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus nicht mehr im Angebot, da das Gebäude bis zur Luisenstraße hin einen Anbau erhält. Die aktuelle Entwicklung der Baustelle zeigen die Fotos links (aufgenommen im September 2013 und Dezember 2017).  
Reichstagsgebäude Seitenanfang
Vom Reichstagsgebäude hatte ich ja lange Zeit nur Außenansichten anzubieten. Das Gebäude und der Besuch der Reichstagskuppel ist in Berlin ein sehr großer Touristenmagnet. Daher haben mich die Besucherschlangen vor dem Gebäude (s. Foto rechts) eine Weile abgehalten, es zu besichtigen.

Hier aber ein paar Zahlen:
Die Besucherterrasse auf dem Dach des Gebäudes befindet sich in 30 m Höhe.
Über eine 230 m lange, sanft ansteigende Rampe gelangt man  in die Glaskuppel in 47 m Höhe. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 40 m.
Besucherschlange am Reichstagsgebäude
Weitere Informationen zum Reichstagsgebäude oder der Möglichkeit, an Vorträgen und Führungen teilzunehmen, erhaltet Ihr über die offizielle Homepage des Deutschen Bundestages. Um dorthin zu gelangen, klickt einfach auf den Bundesadler, den offiziellen virtuellen Partner des Deuschen Bundestages, über den auf der Homepage eventuelle Fragen gestellt werden können.
Im Juli 2009 habe ich im Biergarten des Berlin-Pavillion am Reichstag gesessen (s. Foto oben rechts). Ganz spontan kam die Idee auf, den Sonnenuntergang vom Reichstagsgebäude aus anzusehen. Gesagt, getan. Nach 20 Minuten und einem Sicherheits-Check ging es vorbei am Plenarsaal per Aufzug auf die Aufsichtsplattform, von der man dann auch die Glaskuppel begehen kann.

Die Aussicht von der Aussichtsplattform ist besonders in den Abendstunden sehr schön, wie ihr sehen könnt. So ist das Brandenburger Tor sehr schön beleuchtet. Auf dem Foto mit Blick Richtung Alexanderplatz und dem Fernsehturm ist gut das ARD-Hauptstadtstudio an der Spree zu erkennen (rotes Gebäude). Den Sonnenuntergang mit Blick zum Kanzleramt bzw. Hauptbahnhof muss ich nicht weiter kommentieren.

Inzwischen kann man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht mehr spontan in die Reichstagskuppel, sondern nur nach vorheriger Anmeldung und ausgiebigem Sicherheitscheck. Sie finden in den rechts vor dem Reichstag stehenden weißen Containern statt, die auf dem Foto oben erkennbar sind.
Im August 2010 habe ich - bei dem Besuch von zwei Freundinnen aus dem Rheinland - an dieser Stellen einen lieben Gruß nach Nordrhein-Westfalen! - das Angebot des Deutschen Bundestages einmal genutzt und wir haben einen Termin für den Besuch des Plenarsaals gebucht. Der Besuch ist kostenlos und kann über die Homepage des Deutschen Bundestages gebucht werden. Aber Achtung: Man kann Wunschtermine angeben, aber es muss eine ausreichende Vorlaufzeit eingeplant werden. Bei dem Besuch des Plenarsaals besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Reichstagskuppel zu besuchen.
Ein Besuch im Plenarsaal - das klingt zunächst vielleicht für den ein oder anderen zunächst nicht spannend - aber ich kann euch einen Besuch empfehlen: Das Gebäude ist sehr interessant und der Vortrag im Plenarsaal auf der Besuchertribüne ist informativ und war in meinem Fall zudem recht unterhaltsam. Und ein anschließender Besuch der Reichstagskuppel mit seinem Spiegelkonus, der mit seinen 360 Spiegeln das Tageslicht in den Plenarsaal lenkt, rundet den Besuch im wahrsten Sinne des Wortes ab.

Im Februar 2011 habe ich an einer Hausführung des Reichstags mit Schwerpunkt Parlamentsgeschichte teilgenommen. Es ist sehr interessant, sich dieses geschichtsträchtige Gebäude von innen anzuschauen mit der alten Bausubstanz und den modernen Elementen. Sehr besonders sind z. B. die Graffiti, die sowjetische Soldaten bei der Befreiung Berlins 1945 und der Erstürmung des Reichstags hier an den Gebäudewänden hinterlassen haben. Normalerweise werden solche Dinge entfernt, aber hier wurden sie beim Wiederaufbau bzw. Umbau, um das Haus für den Bundestag nutzen zu können, erhalten und konserviert (s. Fotos rechts).
Natürlich erhält man bei den Führungen auch immer einen kleinen Einblick in die politische Arbeit. So war es z. B. interessant, einmal einen Blick in den Bibliotheksraum zu werfen und an dem Tisch zu stehen, an dem nach Abstimmungen im Bundestag die Stimmzettel ausgezählt werden. Lustig dabei ist, dass auf dem Tisch Markierungen aufgeklebt sind, an denen die Ja-, Nein- und Enthaltungsstimmen gestapelt werden, um dann anschließend gezielt ausgezählt zu werden.
  Im Februar 2012 habe ich mich zu einer Führung durch das Jacob-Kaiser-Haus angemeldet, das auf der östlichen Seite des Reichstags liegt (die Bilder werde ich hier noch einstellen müssen). Bei der Führung haben wir das Jacob-Kaiser Haus vom Reichstagsgebäude aus durch den unterirdischen Tunnel betreten. Dabei sind wir im Untergeschoss des Osteingangs des Reichstags auch an einem Werk des Künstlers Christian Boltanski vorbei gekommen, das vielleicht bei dem ein oder anderen bekannt ist: Das Archiv der Deutschen Abgeordneten (siehe Foto links).
Das Werk besteht aus Kästen, die die Namen aller Abgeordneten von 1919 bis 1999 tragen. Bei den Kästen, die mit einem schwarzen Band gekennzeichnet sind, handelt es sich um Abgeordnete, die von den Nazis ermordet wurden.
Da leider auch Hitler in der Zeit Abgeordneter des Bundestages war, gibt es auch einen Kasten mit seinem Namen. Obwohl im Reichstagsgebäude immer gut aufgepasst wird, wird dieser Kasten immer wieder beschädigt oder eingetreten ... und im Gegensatz zu manch anderen habe ich diesem Kasten keine hervorgehobene Beachtung geschenkt und auch bewusst kein Foto davon gemacht.
Paul-Löbe-Haus   Seitenanfang
Im Rahmen einer Hausführung durch das Reichstagsgebäude im Februar 2011 hatte ich auch Gelegenheit, das Paul-Löbe-Haus zu besichtigen. Der Zugang war toll, es ging nämlich durch den unterirdischen Tunnel vom Reichstagsgebäude hinüber. Das Gebäude ist auch innen sehr nüchtern, sehr hübsch ist aber die Kantine mit dem sehr schönen Spree-Blick. Bei der Besichtigung war auch Gelegenheit, einen Blick in die hier befindlichen Säle für Ausschusssitzungen zu werfen - das Foto zeigt einen Blick in den Saal des Gesundheitsausschusses (s. Fotos von links nach rechts).
Die Regierungsgebäude sind meiner Ansicht nach besonders abends, wenn sie hell erleutet sind, besonders nett anzuschauen. Links seht ihr z. B. ein Foto des Paul-Löbe-Hauses, das ich im Februar 2012 gemacht habe (zu dem Zeitpunkt lag hier in Berlin etwas Schnee, was natürlich auch einen tollen Effekt hatte).

Hinweis für die, die vielleicht ortsunkundig sind: Das Paul-Löbe-Haus liegt direkt neben dem Reichstag. In ihm befinden sich neben der Bundestagskantine Abgeordnetenbüros und die Sitzungssäle der Ausschüsse. Zusammen mit dem Kanzleramt und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus auf der anderen Spreeseite bildet es das sog. Band des Bundes. Die Gebäude verbinden symbolisch die ehemals getrennten Stadtteile West und Ost über den seinerzeitigen Grenzverlauf hinweg. Ganz bewusst ist das Kanzleramt Bestandteil dieses Gebäudekomplexes und steht nicht in Konkurrenz zu den Bundestagsgebäuden.
Jedes Jahr hat man Gelegenheit, die Gebäude des Bundestages im Rahmen der Veranstaltung Tag der Ein- und Ausblicke zu besuchen. Am 06.09.2015 habe ich das Paul-Löbe-Haus besucht und an einer Führung des Ausschusssekretariats teilgenommen.
Die Führung war sehr interessant und gab einen Einblick in die Arbeit der Ausschüsse, die Beschlussempfehlungen für das Plenum des Deutschen Bundestages erarbeiten. Links sieht man den Saal des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Blickt man aus den Abgeordnetenbüros bzw. dem Ausschusssaal, erhält man übrigens die rechts abgebildete Sicht. Wer glaubt, es handele sich um ein Baugerüst, der irrt - lt. der Bundestagsmitarbeiterin handelt es sich um ein Kunstwerk ...
Bundesministerium für Finanzen   Seitenanfang
In der Wilhelmstraße befindet sich das Bundesministerium für Finanzen - ein geschichtsträchtiges Gebäude.

1935 durch Hermann Göring gebaut, wurde es nach Kriegsende von der Sowjetischen Militäradministration genutzt. Am 7. Oktober 1949 wurde in dem Festsaal des Hauses die DDR gegründet und es diente bis 1989 als "Haus der Ministerien". Am 16. Juni 1953 forderten vor dem Gebäude Bauarbeiter die Senkung der Arbeitsnormen, den Rücktritt der Regierung, die Freilassung aller politischen Gefangenen sowie freie und geheime Wahlen. Diese Protestversammlung war Auftakt des Volksaufstandes am 17. Juni 1953
Bevor hier nach der Wiedervereinigung das Bundesministerium für Finanzen einzog, wurde es bis 1995 von der Treuhandanstalt genutzt.
An der Seite des Gebäudes ist ein großes Wandbild zu sehen, das 1952 von 14 Malern der "Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen" gemalt wurde, 6 Monate haben sie dafür benötigt (s. Fotos rechts).
Schloss Bellevue und Bundespräsidialamt Seitenanfang
Im Stadtteil Tiergarten - nur wenige Meter von der Siegessäule auf dem Großen Stern bzw. von der Straße des 17. Juni entfernt - befindet sich im Schlosspark an der Spree das Schloss Bellevue - Sitz unseres Bundespräsidenten.

Viel mehr kann ich allerdings zu dem Gebäude nicht berichten. Zu der Beflaggung kann ich aber Folgendes sagen: Ist die deutsche Flagge auf dem Schlossgebäude gehisst, ist das Schloss gerade Amtssitz des Bundespräsidenten. Das heisst aber nicht unbedingt, dass er sich auch gerade in dem Gebäude aufhält. Auch ist nicht automatisch die Flagge zu sehen, wenn er in Deutschland ist. Befindet er sich z. B. in Bonn, ist die Flagge auf seinem dortigen zweiten Amtssitz, der Villa Hammerschmidt, gehisst.

Im Februar 2010 hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung durch das
Schloss Bellevue und dem Bundespräsidialamt teilzunehmen - hier sind die Fotos davon:
 
Hineingegangen in das Schloss Bellevue sind wir durch den Haupteingang, vor dem auch Staatsgäste empfangen werden. Übrigens gibt es einen Unterschied, wo der Bundespräsident seine Gäste begrüßt. Nur gekrönte Häupter und Staatspräsidenten werden am Auto am Fuß der Treppe begrüßt. Handelt es sich "nur" um Minister o. ä. wartet der Bundespräsident oben an der Treppe.
Durch den Haupteingang gelangt man direkt in die Eingangshalle, in dem auch ein kleiner Schreibtisch steht, an dem sich die Gäste in das Gästebuch des Hauses eintragen können. Bei unserer Führung lag das Buch natürlich nicht aus. Auch war der Bundespräsident gerade auf einem mehrwöchigen Staatsbesuch in Asien, eine gute Gelegenheit zum "Frühjahrsputz", d. h. viele Möbel und Teppiche waren beiseite geräumt und die Eingangshalle war etwas "unaufgeräumt". Im Erdgeschoss befindet sich auch das Amtszimmer, das wir aber nicht zu sehen bekommen haben.
Zuerst sind wir in die 1. Etage gegangen in das Klavierzimmer, das z. B. für Sektempfänge genutzt wird. Weiter ging es in den Langhanssaal, dem einzigen Raum, der nach dem Krieg in seinem ursprünglichen klassischen Stil wieder aufgebaut worden ist. Hier finden die Neujahrsempfänge des Bundespräsidenten statt. Weiter ging es in den Salon Ferdinand und Salon Luise, benannt nach dem Bauherrn des Schlosses und seiner Frau. Von dort gelangt man in den Schinkelsaal, der seinen Namen nach dem dort hängenden großformatigen Gemälde von Schinkel hat. Der Saal wird für Empfänge und Essen genutzt. Es schließt sich der größte Saal des Schlosses an, der Große Saal. Hier finden Konzerte, große Empfänge, Diskussionsrunden, Preisverleihungen u. ä. statt.
Zurück im Erdgeschoss ging es bei der Führung in den Salon I und Salon II. Durch eine Auflage der Denkmalpflege sind diese beiden Räume ganz im Stil der fünfziger Jahre gestaltet. Sie zeigen Stil und Ausstattung der Zeit, in der das Schloss erstmals als Amtssitz für den Bundespräsidenten genutzt wurde.
Die Bilder, die im Schloss hängen, sind übrigens Leihgaben von Museen, die von Zeit zu Zeit auch mal ausgetauscht werden. Steuergelder werden hierfür also nicht ausgegeben.  
Das Bundespräsidialamt befindet sich direkt neben dem Schloß Bellevue. Das Gebäude ist durch seine schwarze Farbe mit seiner Lage im Tiergarten leicht zu übersehen. Die Unaufdringlichkeit des Gebäudes ist auch durchaus gewollt. Außerdem sollen durch die Spiegelung in der Fassade Natur und Gebäude miteinander verschmelzen. Es wurde 1998 neu gebaut und heute arbeiten dort ca. 180 Mitarbeiter für den Bundespräsidenten.
Im Inneren ist das Gebäude durch sein Glasdach sehr hell und die gesamte Architektur soll ein Wechselspiel zwischen Geschlossenheit und Transparenz sein, was gleichzeitig auch den Charakter des Amtes beschreiben soll.

Zu dem Konzept gehört auch, dass das Innere des ovalen Gebäudes hell und schlicht gehalten ist. Einige Fotos von gekrönten Häuptern oder Prominenz, die hier in Berlin schon zu Besuch beim Bundespräsidenten war, hängen daher lustigerweise auch auf den Rückseiten der Säulen im Erdgeschoss und "stören" somit nicht die Farbgestaltung und den Gesamteindruck.

Tipp zur Navigation der Slideshow: Anhalten durch Hineinbewegen der Maus in das Bild 
 
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher Seitenanfang
Auch im Jahr 2012 habe ich den Tag der offenen Tür der Bundesregierung genutzt, um auch einmal einen Blick in die Bundesministerien zu werfen. Dieses Event findet jährlich statt und man erhält neben einem Einblick in die Gebäude auch diverse Verbraucherinformationen.

So habe ich in der Wilhelmstraße das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher besichtigt. Rechts sehr ihr ein paar Bilder, die ich mitgebracht habe.
 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales Seitenanfang
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung im Jahr 2013 habe ich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales besucht. Das Gebäude in der Wilhelmstraße war zu NS-Zeiten Sitz des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Aber auch zu DDR-Zeiten hatte es historische Bedeutung, denn im zweiten Obergeschoss hatte Wilhelm Pieck, erster Präsident der DDR, sein Büro.

1997 wurde das Gebäude mit den Nebengebäuden verbunden und wieder hergerichtet. Im modernisierten Eingangsbereich findet man heute eine Dauerausstellung zur Geschichte der Deutschen Sozialversicherung.
Aus der Zeit, als das Gebäude von Wilhelm Pieck genutzt wurde, sind auch heute noch Spuren erhalten. So ist - ausgenommen Tisch und Bestuhlung - nicht nur sein Besprechungsraum mit Leuchter noch vorhanden, sondern auch seine Büroeinrichtung, die sogar von einem Beamten heute noch genutzt wird (siehe Fotos oben rechts).

Dass das Gebäude in der NS-Zeit gebaut wurde, ist sehr deutlich noch in einem weiteren Besprechungsraum, dem sog. Steinsaal, erkennbar (siehe Fotos rechts). Deckenbeleuchtung, Tisch und Bestuhlung sind natürlich auch hier nicht mehr historisch.
Bundesministerium des Innern   Seitenanfang
  Im August 2014 habe ich den Tag der offenen Tür der Bundesregierung dazu genutzt, einen Blick in das Bundesministerium des Innern zu werfen. Zu dem Zeitpunkt war es noch im sog. "Spreebogen" im Bezirk Moabit untergebracht, wird jedoch 2015 in einen Neubau unweit des Hauptbahnhofes umziehen.

Bei dem Besuch habe ich auch an einer ca. 1 1/2 Std. dauernden, sehr informativen Hausführung teilgenommen. Da jedoch im Gebäude eine extrem hohe Sicherheitsstufe herrscht, kann ich hier außer den Fotos rechts keine weiteren Bilder anbieten. ... sehr schade, denn der Blick über die Stadt ist von den oberen Etagen einfach phantastisch.
 
Im Jahr 2015 ist das Innenministerium in einen Neubau in der Nähe des Hauptbahnhofes umgezogen. Ich habe daher den Tag der offenen Tür 2015 dazu genutzt, hier einmal vorbeizuschauen. Die Teilnahme an einer Hausführung war leider nicht möglich - ich hätte eine Wartezeit von 4 Stunden in Kauf nehmen müssen, das war mir dann doch zu viel. Natürlich habe ich ein paar Fotos mitgebracht.
Den Tag der offenen Tür vom 26./27.08.2017 habe ich genutzt, um an der Hausführung teilzunehmen. Das Fotografieren war aber leider nicht gestattet, nur an einer Stelle konnte der Ausblick nach draußen fotografiert werden. Ansonsten gab es viele Informationen zur Arbeit des Ministeriums, seiner nachgelagerten Behörden oder Rahmenprogramm. Beispielhaft seht ihr nachfolgend ein paar Bilder der Bundespolizei, die in einer kurzen Demonstration das Abseilen der Spezialeinheit GSG9 vom Gebäudedach gezeigt hat.
Bundesministerium der Verteidigung Seitenanfang
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung habe ich 2014 auch erstmals das Bundesministerium der Verteidigung besucht. Sehr gern hätte ich auch an einer Führung durch den sog. Bendlerblock teilgenommen. Leider hätte ich dafür aber meine Fotoausrüstung abgeben müssen, sodass ich darauf verzichtet habe. Vielleicht kann ich das bei einer künftigen Veranstaltung nachholen, wenn ich die Fotoausrüstung nicht dabei habe.
Bundesministerium für Bildung und Forschung Seitenanfang
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2014 konnte man das Bundesministerium für Bildung und Forschung letztmalig in der Hannoverschen Straße besuchen, denn im Oktober zieht man in einen Neubau am Hauptbahnhof um.
Selbstverständlich habe ich auch an einer Hausführung teilgenommen, da es in diesem Gebäude viel Interessantes zu entdecken gibt:
Auf dem Weg zu dem wie ich finde wirklich sehr schönen Ministerbüro kommt man durch einen Flur, in dem Fotos von allen deutschen Nobelpreisträgern hängen. Sehr bedauerlich finde ich jedoch, dass hier ausgerechnet Willy Brandt fehlt, da er 2001 bereits verstorben war, als man sich zu dieser Galerie entschieden hat. Immerhin war er beim Bau der Mauer regierender Bürgermeister von West-Berlin und das Gebäude hatte in dem Zusammenhang einen historischen Hintergrund.
Nachdem 1972 die Bundesrepublik Deutschland und die DDR einen Grundlagenvertrag geschlossen haben, der die Beziehungen der beiden Staaten regelte, hatte das u. a. auch die Eröffnung von Ständigen Vertretungen im jeweils anderen Staat zur Folge. Im Mai 1974 wurde daher in der Hannoverschen Straße 28-30 die Ständige Vertretung der Bundesrepublik eröffnet. Bei dem Ausbau des Gebäudes hierfür wurde im Innenhof ein Gartenhaus errichtet, das eine verkleinerte Version des damaligen Bundeskanzleramtes in Bonn entspricht (siehe Foto links).
Der damalige Eingangsbereich der Ständigen Vertretung ist heute noch vorhanden und steht unter Denkmalschutz (siehe nachfolgende Fotos).
Natürlich stand das Gebäude unter ständiger Überwachung der Staatssicherheit der DDR, die direkt im gegenüberliegenden Gebäude einen Horchposten einrichtete (siehe Foto rechts) - übrigens ein sehr praktischer Standort, denn hier hatte auch der Liedermacher Wolf Biermann seine Wohnung und konnte direkt mit überwacht werden.
Nicht nur der Eingangsbereich der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland ist heute noch vorhanden. Auch das Büro des Ständigen Vertreters mit der originalen Inneneinrichtung aus den 70er Jahren. Auch dieses Büro steht unter Denkmalschutz und muss daher bei dem Umzug des Bundesministeriums hier im Gebäude verbleiben. Man darf gespannt bleiben, wie dieses dann künftig zu besichtigen sein wird, wenn das Gebäude neu vermietet wird. Übrigens habe ich bei meinem Besuch auch einfach einmal ein paar Bücher aus dem Regal gezogen ...
Wie oben schon erwähnt, ist das Ministerium 2014/15 in einen Neubau direkt an der Spree in der Nähe des Hauptbahnhofes umgezogen. Den Tag der offenen Tür 2015 habe ich daher genutzt, mir das Gebäude einmal anzuschauen. Da ein Großteil der Mitarbeiter noch in Bonn tätig ist, nutzt man die Videokonferenztechnik, um Reisekosten und -zeiten zu sparen (siehe Foto rechts). Räumlich hätte man für die Bonner Mitarbeiter im Gebäude Platz, vermietet aber diese Räumlichkeiten aktuell an andere Ministerien. Für eine Auflösung der Standorte in Bonn müsste zunächst das Bonn-Berlin-Gesetz im Bundestag geändert werden.
Bei der Führung hatte man natürlich auch die Möglichkeit, einen Blick in das Ministerbüro zu werfen. Sehr viel interessanter fand ich aber den Blick von dem kleinen Balkon, der zum Büro gehört. Von hier hat man eine tolle Sicht Richtung Hauptbahnhof, Kanzleramt und Bundes- bzw. Reichstag (siehe nebenstehende Fotos von links nach rechts).  
  Erwähnt werden muss unbedingt auch die "Kunst am Bau". Im Eingangsbereich gibt es z. B. eine Treppe, deren Treppengeländer ein Kunstwerk ist: Regelmäßig wird hier Wasserdampf herausgeblasen, der von unten beleuchtet wird und daher in Regenbogenfarben aufleuchtet (siehe Fotos links).
Außerdem gibt es im Konferenzraum eine Schiefertafel. Eine Maschine schreibt hierauf in Kreidebildern Diagramme, Patentzeichnungen, Skizzen usw. und wischt sie mit einem Schwamm immer wieder aus - ein ewiger Kreis der Wissenschaft, Erkenntnisse werden zu Wahrheiten bis sie vergessen oder berichtigt bzw. revidiert werden (siehe Foto rechts).
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  Seitenanfang 
  Am Tag der offenen Tür 2015 habe ich erstmals das Wirtschaftsministerium besucht und hatte das Glück sofort an einer Hausführung teilnehmen und viel über seine wechselvolle Geschichte erfahren zu können.

Nachdem das Gebäude ab 1945 Militärlazarett war, war es ab 1949 Sitz des Obersten Gerichts der DDR, vor dem zahlreiche politische Schauprozesse stattfanden. Nicht nur durch seine Geschichte als Militärlazarett, sondern auch durch die Lage direkt am Grenzübergang Invalidenstraße wurde es auch als Regierungs- und Diplomatenkrankenhaus genutzt. In den 1990er Jahren erfolgte dann die Sanierung der zahlreichen Umbauten.

Während der Führung wurde einem die Entstehungsgeschichte des Gebäudes durch Schauspieler nahegebracht mit kurzen, sehr lustigen Szenen :

König Friedrich Wilhelm I. von Preußen hatte 1705 die Idee, das sog. "Invalidenhaus" als Unterkunft für kriegsinvalide Soldaten zu bauen. Umgesetzt wurde es 1747 durch Friedrich II. und es war Genesungs- und Wohnstätte für dienstunfähige Soldaten. Sie wohnten hier kostenlos mit ihren Familien und wurden ärztlich versorgt. Um die Staatskasse nicht zu belasten wurde es wirtschaftlich unabhängig betrieben und Handwerker und Händler arbeiteten hier für die Bewohner. 1905 wurde hier durch Kaiser Wilhelm II. der Grundstein der kaiserlichen Akademie für das militärische Bildungswesen gelegt. Angehenden Militärärzten wurde hier medizinisches Wissen vermittelt und gesellschaftlicher Schliff  erteilt. Sie lernten hier Tanzen, Billard, Bridge und Tischmanieren. Das Gebäude wurde umbenannt in "Kaiser-Wilhelm-Akademie".
Fotos oben von links nach rechts: Ministerbüro, renovierte Aula (mit Detailaufnahme der Fotocollage im Deckenfries)
Fotos unten: Schauspielszenen im Flur bzw. dem renovierten Eichensaal
 
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Seitenanfang 
  Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2017 habe ich erstmals das BMVI besucht. Selbstverständlich habe ich auch an einer Hausführung teilgenommen. Wegen der gestiegenen Terrorbedrohung sind im Vergleich zu den Vorjahren jedoch die Sicherheitsmaßnahmen erheblich verschärft worden und ein Fotografieren nur eingeschränkt möglich. Ich kann daher leider nur wenige Bilder zeigen.

Der älteste denkmalgeschützte Gebäudeteil entstand 1875-1878 als Geologische Landesanstalt und Bergakademie. Daher ist amüsanterweise an Treppengeländern und Säulen immer wieder der Bergmanngruß GLÜCK AUF zu finden (siehe Bild rechts).
 
  Es waren aber auch sehr viele interessante Informationsmöglichkeiten:

Auf den Bildern links seht ihr die Luxuslimousine F015, dem Prototyp eines selbst fahrenden Autos, mit dem mit Hilfe von Gesten, Eye-Tracking oder Berührungen interagiert werden kann.

Äußerst interessant war auch die Präsentation der Fluglotsen Tegel, die in einem Fluglotsensimulator ihre Arbeit im Tower erläutert haben (s. Foto rechts).

In einem Unfallsimulator wurde man in einem Pkw in Überkopflage gebracht und es wurde gezeigt, wie man sich dann hieraus selbst retten kann. Das war eine sehr beeindruckende Erfahrung, sodass ich danach ein Foto einfach vergessen habe.
 
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