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Zu folgenden Ausstellungen sind hier Informationen und Bilder eingestellt:
  • Aqua Dom & SEALIFE mehr ...

  • Alte Nationalgalerie mehr ...

  • Asisi-Panorama "Die Mauer" mehr ...

  • Christo und Jeanne-Claude mehr ...

  • Deutschen Dom (Gendarmenmarkt): "Wege - Irrwege - Umwege, Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland" mehr ...

  • Deutsches Historisches Museum mehr ...

  • Die (Likörelle-) Ausstellung von Udo Lindenberg mehr ...

  • Dokumentationszentrum Flucht und Vertreibung mehr ...

  • Emil Krebs "Ein Leben für die Sprachen" im Auswärtigen Amt mehr ...

  • Erotik-Museum von Beate Uhse mehr ...

  • Friedrichswerdersche Kirche mehr ...

  • Futurium mehr ...

  • Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße mehr ...

  • Hamburger Bahnhof mehr ...

  • Hochbunker Friedrichstraße / Sammlung Boros mehr ...

  • Humboldt Forum mehr ...

  • Internationale Garten Ausstellung - IGA 2017 mehr ... 

  • Jüdisches Museum mehr ...

  • Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett mehr ...

  • Naturkundemuseum mehr ...

  • Neues Museum Berlin mehr ...

  • Nordbahnhof: "Geisterbahnhöfe" mehr ...

  • Paul-Löbe-Haus (Deutscher Bundestag): "Ein Land wächst zusammen" mehr ...

  • "Stageless" - Fotoausstellung im Friedrichstadtpalast mehr ...

  • Themenjahr 2013 "Zerstörte Vielfalt" mehr ...

  • "Topographie des Terrors" mehr ...

  • "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" mehr ...

  • United Buddy Bears mehr ...

  • VERMISST - Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc mehr ...

  • VW-Automobilforum: "Papier" mehr ...

  • Wissenschaftjahr 2010 mehr ...


Ausstellung Wege - Irrwege - Umwege, Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland
des Deutschen
Bundestages im Deutschen Dom (Gendarmenmarkt)
Vorab ein paar allgemeine Informationen:
Öffnungszeiten: DI bis So und an Feiertagen
von 10:00 bis 19:00 Uhr (Eintritt frei)

Hat man den Dom betreten, ist schon der Treppenaufgang imposant - die Ausstellung erstreckt sich über 5 Etagen (Foto rechts).
Zudem hatte ich aus einem Fenster in der 2. oder 3. Etage eine schöne Aussicht auf den Gendarmenmarkt (Foto links).
Aussicht auf den Gendarmenmarkt aus dem Deutschen Dom Deutscher Dom - Treppenaufgang
Von der Ausstellung selbst habe ich euch folgende Bilder mitgebracht:
Bundesadler Auf dem Foto links ist das original Wappentier aus dem Plenarsaal des Reichstagsgebäudes zu sehen. Es ist eine Nachbildung des Adlers aus dem Bonner Plenarsaal. Nach dem Umbau des Reichstagsgebäudes wurde die "Fette Henne" durch eine schlankere Variante aus der Hand des Architekten Sir Norman Foster ersetzt.  

Auf dem rechten Foto ist das Faksimile des Originalexemplars des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland zu sehen, das seit dem 23. Mai 1949 seine Gültigkeit hat und hier ausgestellt ist.
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Ganz interessant fand ich auch die Informationen und Modelle des Reichstagsgebäudes:
Modell Reichstagsgebäude mit Siegessäule
Modell des 1894 eingeweihten Reichstagsgebäudes. Im Vordergrund ist die Siegessäule auf ihrem ursprünglichen Platz zu sehen, die heute auf dem Großen Stern auf der Straße des 17. Juni steht.
Modell Reichstagsgebäude
Nahaufnahme des Modells des ursprünglichen Reichstagsgebäudes. Gut zu erkennen ist, wie seinerzeit die Kuppel des Gebäudes ausgesehen hat.
Modell zum Umbau des Reichstagsgebäude von Norman Foster
Ursprüngliches Modell für den Umbau des Reichstagsgebäude von Sir Norman Foster (1992). Seinerzeit entschied man sich für diesen Vorschlag. Foster erhielt allerdings die Auflage, kein Glasdach, sondern eine Kuppel für das Gebäude zu entwerfen - das Ergebnis ist die Glaskuppel, die wir heute bewundern können.

Die Ausstellung gibt sehr sehr viele Informationen, über alles kann ich hier nicht schreiben, das würde den Rahmen sprengen. Wenn ihr in Berlin seit, könnt ihr ja einfach einmal vorbeischauen. Wer jetzt doch schon etwas mehr wissen möchte, kann per Mausklick auf das Logo auf die entsprechende Homepage des Deutschen Bundestages gehen, die über die Ausstellung informiert.

Aqua Dom SEALIFE  nach oben
Der weltweit größte Aqua Dom befindet sich im SEA LIFE in Berlin: 12 Meter breit, 25 Meter hoch mit über 1.500 Fischen. Mit einem Fahrstuhl kann man durch das 1-Million-Liter-Aquarium fahren, aber leider muss man eine Karte für das SEALIFE kaufen und hat dann am Ende der Ausstellung Gelegenheit zum Besuch. Ohne den Ausstellungsbesuch den Aqua Dom zu besuchen, geht leider nicht.
Das SEA LIFE ist täglich ab 10:00 Uhr geöffnet. Mehr Informationen findet ihr unter www.sealife.de
Im Dezember 2011 habe ich das SEALIFE besucht. Hier werden in einigen Becken verschiedene Fische präsentiert (s. Fotos rechts). Zugegebenermaßen galt mein Hauptinteresse dem Aqua Dom, von dem ich euch die folgenden Bilder mitgebracht habe:  
 
Neues Museum Berlin nach oben
Auf der Museumsinsel befindet sich das Neue Museum, das am 17.10.2009 geöffnet wurde. Hier findet man das Ägyptische Museum und Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und Objekte der Antikensammlung.
Jeder Berlin-Besucher sollte sich hier die "schönste Berlinerin" anschauen - die Büste der Nofretete.

Der Eintritt ist mit € 10,00 recht günstig, die Tageskasse kann wegen des großen Interesses aber zum Glücksspiel werden. Besser man besorgt sich im Vorfeld über das Internet eine Eintrittskarte. Man bezahlt sofort online und erhält ein sog. "Zeitfenster-Ticket", d. h. man hat für den vorgesehenen Tag ein Zeitfenster von 30 Minuten für den Eintritt und kann bleiben, so lange man möchte. Dadurch wird der Besucherandrang etwas gesteuert und es ist nicht so voll.
Neues Museum Berlin Neues Museum - Innenansicht
Hier seht ihr ein paar Fotos aus dem Museum, viel mehr kann ich hier nicht abbilden, das würde den Rahmen sprengen - also auf jeden Fall einmal nach Berlin kommen und das Neue Museum besuchen! Übrigens kann ich euch hier kein Bild von der Büste der Nofretete zeigen - sie darf nicht fotografiert werden (auch nicht ohne Blitz). Aber auf dem Foto ganz rechts seht ihr eine nie fertiggestellte Statue von Nofretete.
Mehr Informationen und Tickets bekommt ihr unter www.neues-museum.de 


Eine Dauerleihgabe des Ägyptischen Museums steht bis zum Jahr 2024 im KulturKaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße. Hier befindet sich im Erdgeschoss die Sphinx der Königin Hatshepsut. Mehr Informationen ... Ü

Ein Land wächst zusammen nach oben
Vor einiger Zeit habe ich beim Vorbeilaufen am Deutschen Bundestag (Paul-Löbe-Haus) ein interessantes Plakat gesehen (s. nebenstehendes Bild). Das Plakat war ein Hinweis auf die Ausstellung "Ein Land wächst zusammen" im Paul-Löbe-Haus, die vom 11.11.-21.12.2009 dort stattgefunden hat. Die Ausstellung selbst habe ich nicht gesehen, aber das Plakat war recht interessant:

Direkt davor konnte man nämlich eine 3D-Brillen bekommen, mit der man sich die auf dem Plakat abgebildete Luftaufnahme des Regierungsviertels in Berlin anschauen konnte. Also ich muss schon sagen, das war sehr gut gemacht ... vielleicht hätte man sich doch mal die Ausstellung ansehen sollen ...
Ausstellungshinweis "Ein Land wächst zusammen"
UNITED BUDDY BEARS
The Art of Tolerance - 28. Nov. 2009 bis 14. April 2010
Offizieller Header von www.buddy-bear.com nach oben
Die Idee "Wir müssen uns besser kennenlernen ..., dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen und besser zusammenleben."
Unter diesem Motto stehen die United Buddy Bears Hand in Hand und werben für ein friedliches Miteinander und Toleranz zwischen Völkern, Kulturen und Religionen. Jeder der aktuell 144 Bären repräsentiert ein von den Vereinten Nationen anerkanntes Land. Ebenso viele Künstler haben sie speziell für ihr Heimatland gestaltet, wodurch der Betrachter eine Reise um den Erdball erlebt.
World Tour Bislang wurden die United Buddy Bears auf ihrer Weldtournee von weit über 20 Millionen Besuchern auf allen fünf Kontinenten in 18 Metropolen wie Hong Kong, Tokio. Seoul, Sydney, Kairo, Jerusalem, Warschau und Buenos Aires bewundert.
Text entnommen von der offiziellen Homepage (Klickt auf das Logo unten, um die Seite aufzurufen)
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Im Juli 2020 waren 146 Bären wieder in Berlin, und zwar im Tierpark in Friedrichsfelde. In der Zwischenzeit waren sie auf Welttournee und 40 Mio. Besucher sollen diese tierischen Botschafter gesehen haben, die für ein friedliches Miteinander werben. Wie ich einer Presseinfo entnehmen konnte, soll sich diese "Tierart" aber inzwischen auf rd. 2.000 Exemplare erhöht haben, von denen aber rd. 1.600 in Berlin und Brandenburg leben.
Link zur offiziellen Homepage www.buddy-bear.comDie Bären sind noch bis zum 14.04.2010 im Berliner Hauptbahnhof in der U-Bahn-Station U55 in der Übergangspassage zur Invalidenstraße zu bewundern. Wie ich gelesen habe, haben drei der Bären (Kuba, Kambodscha, Pakistan) sämtliche Reisen mitgemacht und dabei 175.000 km über See und zusätzlich 15.000 km über Land zurückgelegt. Sie sind damit bislang fast fünf Mal um die Erde gereist. Ein paar Bären habe ich einmal für euch fotografiert:
Wissenschaftsjahr 2010
Wissenschaftstage  im Berliner Südwesten / 16.05.-05.06.2010
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Da im Jahr 2010 einige Wissenschaftseinrichtungen Jubiläen hatten, feierte Berlin das stadtweite Wissenschaftsjahr. Im Südwesten feierten folgende Einrichtungen ihr Jubiläum: Die Max-Planck-Gesellschaft (Gründung der Vorgängergesellschaft Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Jahr 1911) und der Botanische Garten/das Botanische Museum (seit 100 Jahren am Standort).
Per Zufall bin ich im Mai in der Schlossstraße in Steglitz auf die Wissenschaftstage aufmerksam geworden, und zwar durch einige Stelzengänger, die die Passanten mit Informationen zum Thema Wissen unterhalten haben (s. Fotos rechts).
Auf dem mittleren Foto sieht man im Hintergrund den Schlossturm, den sog. "Bierpinsel". Ich bin dann auch zum Ü Bierpinsel gegangen, von dem rechts eine Nahaufnahme zu sehen ist. Dort oben fand während des Aktionszeitraums in der 2. Etage die Fotoausstellung "Bilder aus Wissenschaft" statt (s. Fotos unten). Die Ausstellungsbilder mit Eindrücken aus der Forschung zeigen überraschend ästhetische Formen, Strukturen und Farben. Als Beispiel habe ich einmal zwei Postkarten, die ich von dort mitgenommen habe für euch eingescannt (s. Fotos unten rechts).

Das gesamte Programm des Wissenschaftsjahrs findet ihr auf der offiziellen Homepage: www.wissenschaftberlin2010.de

Unten rechts seht ihr die blaue Info-Treppe am Potsdamer Platz, die immer ca. 2 bis 4 Wochen an wechselnden Standorten in Berlin aufgebaut war und Informationen und Veranstaltungshinweise zum Wissenschaftsjahr 2010 gegeben hat. Außerdem wurde sie umrahmt von der Wanderausstellung "Köpfe der Berliner Wissenschaften", durch die man sich über Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte informieren konnte (z. B. Otto Lilienthal, Rudolf Virchow).
"Geisterbahnhöfe" im Nordbahnhof nach oben
Im S-Bahnhof Nordbahnhof befindet sich in der Zwischenebene die Ausstellung "Geisterbahnhöfe", von denen es während der Teilung Berlins einige gab. Die Ausstellung gibt zahlreiche interessante Informationen hierzu und zeigt viele Bilder.
Auch der Nordbahnhof war ein "Geisterbahnhof". In der Invalidenstraße hatte er einen Ausgang nach Ost-Berlin, in der Gartenstraße einen Ausgang nach West-Berlin. Um Fluchtversuche zu verhindern, wurden zahlreiche Mauern und Stahlgitter eingezogen. Grenzsoldaten bewachten die unterirdische Grenze. Anfangs nutzen auch einige dieser Soldaten diese Möglichkeit zur Flucht, sodass später auf diesen Westlinien Bunker gebaut wurden, in den sie eingeschlossen wurden. West-Berliner-Fahrgäste konnten diese Geisterbahnhöfe weiterhin langsam und ohne Halt durchfahren.
Die Fotos oben zeigen den Eingang des Nordbahnhofs in der Invalidenstraße und den Abgang zum S-Bahnsteig im Abstand von 20 Jahren.

Links sind Bilder vom S-Bahnhof Potsdamer Platz zu sehen - einen mit Betonplatten versperrten Eingang und Drahtverhaue, die den Weg in den Westen versperren sollten; ferner ein demontiertes S-Bahn-Schild, das man 1989 nach der Öffnung wieder entdeckt hat.

Das rechte Bild zeigt den S-Bahnhof Unter den Linden, der zu DDR-Zeiten abgebaut wurde, der Abgang zum -S-Bahnsteig wurde durch ein Grenzhäuschen getarnt.
Dokumentation "Topographie des Terrors" nach oben
In der Niederkirchnerstraße 8 in Mitte befindet sich das im Mai 2010 neu eröffnete Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors". Auf diesem Gelände befanden sich 1933 bis 1945 zentrale Institutionen des nationalsozialistischen Verfolgungsapparates. Nach dem Krieg wurden die stark beschädigten Gebäude abgerissen und die Geschichte dieses Ortes geriet in Vergessenheit. Das Dokumentationszentrum läd die Besucher zu einer Spurensuche ein und gibt zahlreiche Informationen.

Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei

Neben dem Dokumentationszentrum befinden sich auch noch Mauerreste der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
Erotik-Museum von Beate Uhse nach oben
Am Kurfürstendamm in der Nähe des Bahnhofs Zoo befindet sich das Erotik-Museum von Beate Uhse. Von außen seht ihr rechts einmal ein paar Bilder. Mit dem Museum hat sich Beate Uhse einen Traum erfüllt und das Museum zum 50-jährigen Firmenjubiläum eröffnet.

Im März 2015 habe ich gelesen, dass man begonnen hat, das Gebäude, in dem sich das Museum befindet, abzureißen. An dieser Stelle soll bis 2017 ein neues Gebäude errichtet werden für Gewerbeflächen. Tja, mal sehen, was hier entsteht ...
Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett nach oben


Um auf die offizielle Homepage von Madame Tussauds für weitere Informationen zu gelangen, klickt auf das nebenstehende offizielle Logo.
Unter den Linden in der Nähe des Brandenburger Tors befindet sich Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Ein Besuch dort ist recht amüsant - man trifft dort auf Prominente aus Politik, Film, Musik, Sport, Wissenschaft usw. usw. Alle Wachsfiguren dürfen angefasst und auch fotografiert werden. Natürlich konnte ich für euch nicht alle Figuren fotografieren, daher findet ihr hier einmal eine kleine Auswahl:

Öffnungszeiten: Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr (letzter Einlass um 18:00 Uhr)
Eine reguläre Eintrittskarte kostet 19,90 € (es gibt die ein oder andere Möglichkeit, einen Rabatt für die Eintrittskarte zu erhalten, z. B. bei dem Kauf einer Berlin City Tour Card)
Hier ist noch ein Buchtipp für die, die sich für das Leben von Madame oder Marie Tussaud interessieren:
Teil 1 = Die Wachsmalerin von Sabine Weiß schildert ihr Leben in Frankreich zu Zeiten der französischen Revolution und
Teil 2 = Das Kabinett der Wachsmalerin von Sabine Weiß, das ihr späteres Leben in  England schildert.
Sehr interessante Bücher mit geschichtlichem Hintergrund - aber keine Panik, es ist keine "schwere Kost".
VW-Automobilforum nach oben
Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden kann man das VW-Automobilforum finden. Der Konzern hat hier ein Kommunikationszentrum, an dem man sich nicht nur über die aktuellen Automodelle informieren, sondern auch exquisite Autos für den etwas größeren Geldbeutel begutachten kann. Als Beispiel sind auf den Fotos unten zwei Bugattis zu sehen. Aber auch für diejenigen, die nicht so sehr automobilinteressiert sind, lohnt hier vielleicht ein Besuch. VW bietet hier nämlich immer wechselnde (Foto-) Ausstellungen an. Bei einem Besuch bin ich hier per Zufall in eine Ausstellung zum Thema Papier gelangt, die äußerst informativ und interessant war (s. nachfolgenden Fotos). Öffnungszeiten: MO bis SA von 11:00 bis 18:00 Uhr, der Zutritt ist kostenfrei
Nach langer Zeit habe ich im Dezember 2021 wieder einmal das Automobilforum besucht, nachdem es lange Zeit geschlossen war und wohl Umbaumaßnahmen erfolgt sind. Nach meinem Empfinden ist die Ausstellungsfläche etwas kleiner geworden und die Ausstellungsthemen beziehen sich mehr auf die Themen Auto und Mobilität. Hauptgrund meines jetzigen Besuchs war eine Ausstellung zum Thema eMobilität, von der ich gehört hatte. Insgesamt muss ich sagen, dass sich die Ideen theoretisch gut anhören, m. E. aber noch in vielen Bereichen praxisfern erscheinen - mal sehen, was sich zukünftig durchsetzen und von der Bevölkerung angenommen wird.
Neben den entwickelten Konzepten zum "Auftanken" von eAutos einschließlich der digitalen App- bzw. Web-Unterstützung gab es in der Ausstellung auch Informationen zur Nachhaltigkeit, z. B. Herstellung von Autositzbezügen aus Webresten und PET-Abfällen. In einem weiteren Bereich der Ausstellung wurden auch Konzeptideen über die Zukunft der eMobilität im städtischen Raum dargestellt.
   
Hochbunker Friedrichstraße / Sammlung Boros nach oben
In der Friedrichstraße befindet sich ein interessantes Gebäude: Ein Hochbunker. Im Zweiten Weltkrieg diente der ehemalige "Reichsbahnbunker Friedrichstraße" als zivile Luftschutzanlage. Nach dem Krieg nutzte die Rote Armee ihn als Gefängnis und zu DDR-Zeiten war er vom volkseigenen Obst- und Gemüsekombination Lager von Südfrüchten. Von der Bevölkerung wurde er daher als "Bananenbunker" tituliert. Nach der Wende war er Veranstaltungsort für einige Party-Events, bevor er 2003 von dem Kunstsammler Christian Boros erworben wurde. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, hat Boros es in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege als Ausstellungsort für seine Sammlung zeitgenössischer Kunst umgebaut. Zudem hat er auf dem Dach des Bunkers ein Penthaus bauen lassen, in dem er heute selbst wohnt.

Der Besuch der Sammlung ist nach Voranmeldung Freitags, Samstags oder Sonntags möglich, zudem werden an den Wochenenden Führungen gegen eine Gebühr von 10,00 € angeboten. Im August 2011 habe ich an einer Führung teilgenommen mit Kunstwerken zum Thema Licht und Raum. Allen kann eine Teilnahme nur wärmstens empfehlen - man muss kein Kunstkenner sein - das sind sehr interessante und unterhaltsame 90 Minuten. Die Bilder unten links sind aus dem Eingangsbereich des Bunkers, während der Führung darf leider nicht fotografiert werden.

Zur offiziellen Homepage des Künstlers gelangt ihr per Mausklick auf das Foto des Bunkers links. Von der Homepage stammen auch die nachfolgenden Fotos aus der Ausstellung, die ich sehen konnte.
Themenjahr 2013 nach oben
In Berlin fand 2013 das Themenjahr "Zerstörte Vielfalt" statt. Grund war der 80. Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten sowie der 75. Jahrestag der Novemberprogrome. Das Themenjahr zeigte in zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen, Führungen oder Informationen die Zerstörung der kulturellen Vielfalt Berlins, die nach dem 30. Januar 1933 stattgefunden hat. Das ein oder andere Angebot habe ich im Laufe des Jahres wahrgenommen:

Am 16.02.2013 habe ich an der Führung Die Charité - vom Pesthaus zur Hochburg der Nobelpreisträger teilgenommen. Die sehr interessante Führung gab einen Einblick in das Schicksal mancher jüdischer Mitarbeiter an der Charité, die ihren Lehrstuhl nach Einführung der Rassengesetze räumen mussten und auch Deutschland verlassen haben. Beispielhaft hier zwei Beispiele zerstörter Existenzen:
Magnus Hirschfeld - Selbst homosexuell gründete dieser jüdische Arzt ein privates Institut für Sexualwissenschaft. 1933 wurde jedoch die Schließung durch die Nationalsozialisten angeordnet und geplündert - mutmasslich auch, um Aufzeichnungen über einige NS-Größen zu vernichten, die dort behandelt worden waren. Die gesamte Bibliothek wurde bei der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz (Bebelplatz) vernichtet. Hirschfeld selbst flüchtete nach Frankreich, konnte jedoch dort nicht mehr Fuss fassen und starb 1935 völlig verarmt in Nizza.

Rahel Hirsch - Diese jüdische Ärztin ist bemerkenswert, da es ihr als Frau zu dieser Zeit gelungen ist, nach einem Pädagogik-Studium und einer Tätigkeit als Lehrerin auch ein Medizinstudium abzuschließen. Nach ihrer Promotion arbeitete sie an der Charité und erhielt als erste Medizinerin einen Professortentitel, allerdings keinerlei Bezahlung. Daher praktizierte sie ab 1919 in ihrer Arztpraxis am Kurfürstendamm. 1933 wurde ihr jedoch die Zulassung entzogen und sie gab 1938 auf und flüchtete nach England. Hier wurde ihre Ausbildung jedoch nicht anerkannt. 1953 verstarb sie in einer Nervenheilanstalt in London.
Auf einer Infotafel am Brandenburger Tor habe ich ein historisches Foto zu Magnus Hirschfeld entdeckt - hier die Bildunterschrift:

10. Mai 1933: Studenten vor dem Institut für Sexualwissenschaft von Dr. Magnus Hirschfeld (1868-1935) in der Beethovenstraße 3 im Tiergarten. Die Bibliothek wird anschließend zur Verbrennung auf dem Opernplatz weggeschafft.


Auf der Seite Bildergalerie Berlin-Mitte findet ihr weitere Informationen zur Ü Charité selbst.
Direkt nach Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann die Zerstörung der kulturellen Vielfalt Berlins mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen, missliebige Menschen wurden verdrängt, viele schließlich ermordet. An elf Standorten mit besonderer Bedeutung findet man während des Themenjahres Open-Air-Ausstellungen, die sog. Stadtmarkierungen. Von der jeweiligen Örtlichkeit ausgehend beleuchten sie Aspekte der Berliner Geschichte.

Rechts seht ihr Fotos von zwei Stadtmarkierungen:

Die Stadtmarkierung am Lustgarten steht unter der Überschrift "Widerstand und Öffentlichkeit". Der Lustgarten hatte eine besondere Bedeutung beim NS-Regime, da er Platz für Aufmarschfläche vor geschichtsträchtiger Kulisse bot. Doch auch der Widerstand gegen das NS-Regime versuchte immer wieder eine Öffentlichkeit für seine Ziele zu schaffen und nutzte den Lustgarten als Ausgangspunkt.

Die Stadtmarkierng am Platz der Republik (vor dem Reichstag) steht unter der Überschrift "Zentren der Machtergreifung". Die Machtzentren, die nach und nach von den Nationalsozialisten in Besitz genommen wurden, wurden nach und nach auch Zentren der Zerstörung der Vielfalt.
Zum Themenjahr fand im Ü Deutschen Historischen Museum die Portalausstellung "Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933 - 1938 - 1945" statt. Sie erinnerte an die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 und an das Novemberprogrom 1938.
Ausstellung "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" nach oben
In der Berlin Arena in Treptow fand vom 09.03.-01.09.2013 die Ausstellung "Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze" statt. Eine sehr interessante Ausstellung, in der man viele Informationen über die Entdeckung des Grabschatzes erhält.
Mit Hilfe eines Audioguides bekommt man zunächst Informationen über den Entdecker des Grabes, Howard Carter, und seine jahrelange Suche. Dann wird sehr gut anhand von Rekonstruktionen der Fundsituationen und Aufzeichnungen Carters die Öffnung des Grabes beschrieben. Da das Grab und seine Grabbeigaben heute auseinandergerissen sind, zeigt die Ausstellung sehr gut alles wieder in seinem ursprünglichen Zusammenhang. Dabei werden anhand der Fundstücke sehr viele Informationen über den ägyptischen Glauben und die Bedeutung der einzelnen Stücke gegeben. Insgesamt ist die Ausstellung äußerst interessant und es spielt m. E. dabei keine Rolle, dass man keine Originale zu sehen bekommt. Ich weiß nicht, in welchen Städten die Ausstellung künftig zu sehen sein wird, aber wenn man die Gelegenheit hat, sollte man sie unbedingt besuchen.
Asisi-Panorama "Die Mauer" nach oben
Seit Anfang 2013 bis voraussichtlich Ende 2014 ist an der Ecke Friedrichstraße/Zimmerstraße das Panoramebild "Die Mauer" des Künstlers Yadegar Asisi zu sehen. Der Künstler lebte in den 80er Jahren in Kreuzberg und möchte mit seinen Erinnerungen an das Leben des geteilten Berlins erinnern.
Als Besucher steht man auf einem imaginären Baugerüst an einem Haus in der Sebastianstraße in Kreuzberg, dessen Fassade saniert wird. Der Blick geht zum Oranienplatz über das Engelbecken und die Sebastianstraße Richtung Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße. Sämtliche Details sind an die 80er Jahre angepasst und zeigen Menschen in ihrem Alltag.

Mich persönlich hat das Panoramabild mit seinen vielen Details, die es zu entdecken gilt, sehr beeindruckt - insbesondere da ich selbst 1986 auch an dieser Stelle bei einem Tagesausflug die Grenze von West- nach Ost-Berlin überquert habe. Nachdem ich nun schon seit einigen Jahren in Berlin lebe, ist mir auch das fast originalgetreue Stadt-Panorama sehr vertraut. Asisi hat sich nur sehr wenig "künstlerische Freiheiten" erlaubt.
Nachfolgend findet ihr einige Bildausschnitte:
 
Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße nach oben
Im Bezirk Schöneberg befindet sich ein Wirtschaftsgebäude der Preußischen Eisenbahntruppen. 1933 wurde es als Haftanstalt von der SA-Feldpolizei genutzt. Der Gedenkort erinnert an die ca. 500 hier Inhaftierten, die namentlich bekannt sind, und an die mutmaßlich weit höhere Zahl Unbekannter.
Erst 1990 konnte der Haftkeller lokalisiert werden. Durch einen Förderverein wurde der zunächst privat vermietete Keller historisch aufgearbeitet. Im Rahmen des Themenjahrs 2013 Ü Zerstörte Vielfalten wurde hier eine Dauerausstellung eröffnet, die über den Ort und die hier Inhaftierten informiert.
Deutsches Historisches Museum nach oben
Unter den Linden, in der Nähe des Berliner Doms, findet man das Deutsche Historische Museum. Es wurde 1987 zur 750-Jahres-Feier Berlins von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin gegründet und bei der Wiedervereinigung mit dem Museum für deutsche Geschichte der DDR zusammengeführt. Seither ist es Deutschlands nationales Geschichtsmuseum. Schon allein die Museumsgebäude sind beeindruckend:
Das Zeughaus ist ein 300 Jahre alter Barockbau, das älteste Gebäude Unter den Linden. 1695 wurde es durch Kurfürst Friedrich III. gebaut und diente ab 1730 als Waffenarsenal. Nach 1871 wurde es als Ruhmeshalle der brandenburgisch-preußischen Armee umgebaut und von den Nationalsozialisten als Heeresmuseum genutzt.

Auf dem Foto links seht ihr den Eingangsbereich.
Wer nun neugierig geworden ist, kann sich per Klick auf nebenstehendes offizielles Logo über die Ausstellungen und den Eintritt in das Museum informieren.
Über den überdachten 40 x 40 m großen Innenhof des Zeughauses, den sog. Schlüterhof, einem Paradehof zur Präsentation von Geschützen, gelangt man unterirdisch in die beeindruckende Ausstellungshalle des chinesisch-amerikanischen Architekten I. M. Pei. Sie wurde 2003 für Sonderausstellungen eröffnet und ist sein erstes Werk in Deutschland. Ein weiteres weltbekanntes Museumsgebäude dieses Architekten ist z. B. die Pyramide im Eingangsbereich des Louvre in Paris.
VERMISST - Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc nach oben
Vom 03.03.-05.06.2017 findet im Haus am Waldsee in Berlin die Ausstellung "VERMISST" statt. Sie handelt von dem Gemälde Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc. 1913 hat er es gemalt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit 1919 befand sich das Gemälde im Besitz der Berliner Nationalgalerie und war bis 1936 im Kronprinzenpalais Unter den Linden ausgestellt. Als "entartete Kunst" wurde es jedoch beschlagnahmt und 1937 in München in der gleichnamigen Ausstellung gezeigt. Als geraubte Kunst hat das Gemälde offenbar den zweiten Weltkrieg überlebt, sein Verbleib ist aber bis heute ungeklärt. Lediglich eine Vorzeichnung des Gemäldes ist heute noch in München vorhanden, die Franz Marc in Form einer Postkarte an eine Dichterfreundin gesandt hat. Warum der Verlust des Gemäldes bis in die 2000er Jahre von der Fachwelt weitgehend ignoriert wurde, ist eine Frage, die Künstler in der Ausstellung in Berlin auf verschiedene Weise aufgreifen.

Wahrscheinlich wegen der Verbindung nach München findet parallel auch dort eine Ausstellung statt. Was dort zu sehen ist, ist mir nicht bekannt, ein Vergleich wäre sicher spannend.
Als erstes Kunstobjekt springen einem die bunten Heuballen vor dem Haus ins Auge.  Ein Künstler hat eine originalgetreue Kopie des Gemäldes erstellt und anschließend als mögliches Schicksal verbrannt. Das Foto zeigt ein Buch, in dem ursprünglich das Gemälde abgebildet war. Als "entartete Kunst" wurde es jedoch zu Zeiten des Nationalsozialismus entfernt.  Ein Künstler lässt das Pferd wiederauferstehen durch ein ausgestopftes Pferd, umgeben von der Aura des Todes und Vergänglichkeit.  Ein Künstler blendet die Verbrechen und den Verlust des Bildes aus und hat zeigt in einer Videoarbeit und Rauminstallation seine offizielle Leihanfrage an die Staatlichen Museen zu Berlin. 
Ein Künstler lässt in einer Videoinstallation die Pferde des Gemäldes zu Wort kommen und erweckt historische Dokumente zum Leben.

Die gesamte Ausstellung hat mir sehr gut gefallen und jedem, der Gelegenheit zu einem Besuch hat, kann ich sie sehr empfehlen. Die Gedanken der Künstler zu dem spurlos verschwundenen Gemälde sind klasse und lassen einen vielfach auch schmunzeln. Sehr beeindruckend ist natürlich auch die Videoinstallation, bei der man in einem Raum mit Projektionen auf allen vier Wänden steht. Zu sehen sind dabei auch historische Aufnahmen der Gedächtnisausstellung 1916 für Franz Marc nach seinem Tod und der Ausstellung "Entartete Kunst" 1937 in München, auf denen das Originalgemälde zu erkennen ist.
Natürlich fragen die Pferde auch nach dem Verbleib der Stute Eva, die Franz Marc ritt, als er 1916 bei einem Erkundungsritt nahe Verdun im Krieg gefallen ist ...
Die (Likörelle-) Ausstellung von nach oben
Per Zufall habe ich erfahren, dass vom 22.11.-02.12.2019 im Berliner Hauptbahnhof 10 Bilder von Udo Lindenberg kostenlos ausgestellt waren. Da ich schon einmal Bilder im Theater am Potsdamer Platz gesehen habe als dort das Musical "Hinter dem Horizont" gelaufen ist, habe ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen. Die Bilder wurden von ihm während der Produktions seines Albums "Live vom Atlantik" gemalt. Warum sie "Likörelle" heißen? Tja, es handelt sich um Aquarelle, Udo Lindenberg hat aber nicht die herkömmlichen Farben verwendet, sondern mit eingefärbten Liquören gearbeitet.

Neben allen für die Ausstellung von Udo Lindenberg ausgesuchten Bildern waren auch die passenden Songtexte abgebildet.

Nachfolgend seht ihr alle 10 Bilder:
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Naturkundemuseum nach oben
Nachdem ich es mir schon längere Zeit vorgenommen habe, habe ich im Januar 2020 endlich auch einmal dem Naturkundemuseum einen Besuch abgestattet. Mit einem regulären Eintrittspreis von 8,00 EUR ist dies auch unbedingt zu empfehlen. Da das Museum wegen der "Dinos" bei den Kindern sehr beliebt ist, sollte man aber einen Besuch außerhalb der Schulferien planen.


Tipp zum Ticketkauf: Man kann Eintrittskarten auch online oder an den BVG-Ticketautomaten kaufen.

Für mehr Informationen - beispielsweise zu Sonderausstellungen - klickt bitte auf das oben abgebildete offizielle Logo, um auf die offizielle Homepage zu gelangen.
Sehr beeindruckend ist der erste große Saal des Museums, in dem das weltweit höchste aufgestellte Dinosaurier-Skelett und ein Urvogel aufgestellt sind.

In diesem Saal sollte man sich aber unbedingt auch die ausgestellten, sehr schönen Fossilien anschauen - ein paar Beispielbilder seht ihr rechts.
 
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Bei meinem Besuch gab es anlässlich des 250. Geburtstags von Alexander von Humboldt eine Sonderausstellung. Im Museumsbestand befinden sich über 1.100 durch Humboldt gesammelte Minerale und Gesteine. Eine Auswahl hieraus wurde erstmals in der Sonderausstellung gezeigt.

Sehr beeindruckend ist es auch, einen Blick auf die Nass-Sammlung des Museums zu werfen. Sie umfasst ca. 1 Million Tiere, die für Forschungszwecke in ca. 80 Tonnen Alkohol konserviert sind.

Um die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu zeigen, werden zudem im Museum etwa 3.000 Tierarten in Installationen oder Exponaten gezeigt. Sie sind Grundlage für die Forschungsarbeiten des Museums zum Thema Artenvielfalt und -verlust. In dieser Ausstellung sind auch zwei berühmt gewordene Tiere des Berliner Zoos zu sehen: Der Pandabär Bao Bao und Eisbär Knut (siehe Fotos oben rechts).
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Hauptgrund meines jetzigen Museumsbesuchs war Tristan, seit Dezember 2015 ein Highlight der Ausstellung: Tristan ist das 12 m lange, weltweit vollständigste Skelett eines Tyrannosaurus Rex.  Gefunden 2010 in Montana/USA, jahrelang vergeblich zum Kauf angeboten, bestand die Gefahr, dass es in Einzelteilen veräußert wird. Nachdem Wissenschaftler bestätigt hatten, dass es sich um einen sehr bedeutsamen Fund handelt, kaufte ein Geschäftsmann und Privatsammler, der auf der Suche nach einem T.-Rex-Schädel war, das sehr fragile Skelett. Die Restauration dauerte dann 2 1/2 Jahre. Zu sehen ist Tristan aber nur noch bis Ende Januar 2020. Im Dienste der Wissenschaft reist er dann nach Kopenhagen, soll aber irgendwann nach Berlin zurückkehren.
Jüdisches Museum nach oben
In der Zeit vom 23.03.-15.07.2012 war im Jüdischen Museum die Sonderausstellung "Berlin Transit" zu sehen. 

Zur Ausstellung:
Berlin war als Drehscheibe zwischen Ost und West bereits Ende des 19. Jahrhunderts, vor allem aber nach dem 1. Weltkrieg, Zufluchtsort und Zwischenstation für zehntausende von Juden aus Osteuropa. Die meisten flüchteten vor Krieg, Revolution oder Progomen aus den Gebieten des ehemaligen russischen Reiches und der Habsburger Monarchie Richtung Westen.
In der Ausstellung wurden zahlreiche Informationen über die Lebenswelten dieser in Berlin lebenden jüdischen Bevölkerung gegeben.



Per Klick auf die oben abgebildete Eintrittskarte gelangt ihr für weitere Informationen über das Jüdische Museum auf die offizielle Homepage.
Aber nicht nur die Dauer- und Sonderausstellungen des Jüdischen Museums sind interessant, sondern auch das Gebäude. Nachfolgend seht ihr ein paar Bilder.
 
Emil Krebs - Ein Leben für die Sprachen nach oben
Per Zufall habe ich erfahren, dass im Ü Auswärtigen Amt immer wieder kostenlose Ausstellungen im Lichthof des Gebäudes veranstaltet werden.

Im Januar 2020 habe ich die Ausstellung Emil Krebs - Ein Leben für die Sprachen besucht, die vom 17.01.-19.02.2020 zu sehen war. Emil Krebs beherrschte nach eigener Aussage 68 Sprachen. 1893 vom Auswärtigen Amt an die deutsche kaiserliche Gesandtschaft in Peking nach China entsandt, war er dort insgesamt 24 Jahre tätig, ab 1901 als Chefdolmetscher. Auch chinesische Autoritäten zogen ihn in Fragen ihrer eigenen Sprachen Chinesisch, Mongolisch, Mandschurisch und Tibetisch zu Rate, da sie von seiner erstklassigen Kapazität als Sprachkenner wussten. Seine Privatbibliothek mit Schriften in 111 Sprachen wurde 1932 von seiner Witwe der amerikanischen Nationalbibliothek Library of Congress in Washington D. C. überstellt.
 
  Die Ausstellung war sehr kurzweilig und hatte viele interessante Informationen und historische Bilder. Mich persönlich hat z. B. ein Bild der Villa Hügel in Essen überrascht, dem ehemaligen Wohn- und Repräsentationssitz der Industriellenfamilie Krupp. Hierzu informierte die Ausstellung, dass Gustav Krupp von Bohlen und Halbach von 1900-1904 ein Kollege von Emil Krebs in Peking war. Nachdem Krebs wegen des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen durch den 1. Weltkrieg nach Berlin zurückkehren musse und 1918 in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde, setzte sich Gustav Krupp von Bohlen und Halbach persönlich und schriftlich für ihn ein und unterstützte ihn auch finanziell durch eine Schenkung.
Alte Nationalgalerie nach oben
Das Gebäude der Alten Nationalgalerie wurde von Kronprinz Friedrich Wilhelm IV. von Preußen entworfen und sollte als "Tempel der Wissenschaft" dienen. Der Bau wurde zunächst nicht realisiert. Thronfolger Wilhelm I. wurde 1861 an das Gebäude erinnert, als der Bankier Joachim Heinrich Wilhelm Wagner bei seinem Tod seine private Bildersammlung der preußischen Krone gestiftet hatte, um eine nationale Galerie der "neueren" Malerie zu begründen. 1867-1876 wurde daher das Gebäude auf der Museumsinsel gebaut. Diese 262 Werke sind der Grundstock der heute hier ausgestellten Gemälde.
Wer sich für Malerei interessiert, sollte sich einen Besuch in der Alten Nationalgalerie vornehmen.
Aber auch von außen ist das tempelartige Gebäude sehr hübsch. Es liegt inmitten eines kleinen von Säulen-Arkaden umgebenen Innenhofs. Direkt an der Spree kann man hier sehr gut ein wenig verweilen. Das vor dem Gebäude befindliche Bronze-Standbild zeigt übrigens Friedrich Wilhelm IV.


Noch ein kleiner Tipp: Die Alte Nationalgalerie hat quasi noch eine "Außenstelle", und zwar die Ü Friedrichswerdersche Kirche, die man nicht weit von hier vis-á-vis des Auswärtigen Amtes findet. Ausgestellt sind hier Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert und der Eintritt ist frei.
Futurium nach oben
  In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs findet man das Zukunftsmuseum Futurium. Das Futurium ist ein Ort für Präsentationen oder Dialog für eine wissenschaftsbasierte, gesellschaftliche Diskussion über die Gestaltung der Zukunft. Hier sollen Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf einer unabhängigen Plattform miteinander vernetzt werden.
Ich werde sicher bei Gelegenheit einmal vorbeischauen und euch dann ein paar Bilder und mehr Informationen hier einstellen. Bis dahin könnt ihr euch über die offizielle Homepage näher informieren. Um dorthin zu gelangen, klickt einfach auf das nebenstehende Bild.
Auf dem Bild sieht man leider nicht, dass der Pfahl des Gebildes rechts vor dem Gebäude gebogen ist. Vor einigen Tagen habe ich dann bei starkem Wind gesehen, dass es sich um ein Windspiel handelt. D. h. bei Wind dreht sich der Pfahl und die silberfarbene "Scheibe" oben ist nicht fest montiert. D. h. je stärker der Wind ist und je schneller sich der Pfahl dreht, desto waagerechter schwinkt dann auch die "Scheibe" um den Pfahl herum.


Öffnungszeiten: MO, MI, FR, SA, SO 10:00-18:00 Uhr, DO 10:00-20:00 Uhr, DI geschlossen
Der Eintritt ist frei.
Christo und Jeanne-Claude nach oben
 
  Im Palais Populaire, das sich Unter den Linden in der Nähe der Staatsoper befindet, fand im Zeitraum vom 21.03.-17.08.2020 eine Ausstellung über die Werke des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude statt. In der Ausstellung wurden die Unikate gezeigt, die die Projekte des Künstlerehepaars und deren Entstehungsprozess dokumentieren. Die gezeigten Unikate befinden sich im Besitz des Ehepaars Ingrid und Thomas Jochheim aus Recklinghausen, die mit Christo und Jeanne-Claude befreundet waren.

Selbstverständlich wurden in der Ausstellung auch die Werke zur Verhüllung des Reichstages vor 25 Jahren gezeigt, aber nicht nur deshalb, sondern auch wegen der anderen Werke war die Ausstellung sehr gut. Auch wenn es mir leider nicht gelungen ist, den am Anfang der Ausstellung gezeigten Film über die Werke von Christo und Jeanne-Claude zu sehen (Corona-bedingt war die Zuschauerzahl stark limitiert und ich hätte eine sehr lange Wartezeit in Kauf nehmen müssen; am Ende der Ausstellung kam man auch nicht zum Filmsaal zurück).
 
Fotoausstellung "Stageless" im Friedrichstadtpalast nach oben
Durch ein Plakat an einer Bushaltestelle habe ich erfahren, dass in der Zeit vom 02.10.-29.11.2020 im Friedrichstadtpalast eine kostenlose Fotoausstellung des Fotochronisten Sven Marquardt angeboten wird. Ich habe diese Gelegenheit gern genutzt, um einmal in den Friedrichstadtpalast zu kommen, da ich bislang leider noch keine Veranstaltung dort besuchen konnte. Selbstverständlich haben mich auch die Fotos interessiert, die insbesondere in der aktuellen Corona-Pandemie sehr passend sind und die eigene Phantasie anregen.

Die Fotos selbst sind im Oktober 2019 unmittelbar nach einer Veranstaltung aufgenommen worden und zeigen ungeschönt die angestrengten, müden, aber auch stolzen Gesichter des Ensembles. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie wurden rd. 500.000 Menschen im Friedrichstadtpalast bespaßt, nun besitzt das Ensemble keine Bühne mehr - auch diese Situation spiegelt sich sehr gut in den Bildern wider, auch wenn das zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme noch nicht vorhersehbar war.
   
Humboldt Forum nach oben
 
Die Begrünung des Humboldt Forums hat nicht nur klimatische Gründe oder soll zum Verweilen einladen. Dieser Stadtgarten bezieht sich auf das Fernweh von Alexander von Humboldt, der von seinen Fernreisen eine umfangreiche Sammlung von Pflanzen zusammengetragen hat. Diese Stadtgärten laden dazu ein, selbst auf kleine botanische Entdeckungsreisen zu gehen.
Im Foyer des Humboldt Forums findet man eine Humboldt Dauerausstellung, für die man keine Eintrittskarte benötigt. Hier kann man einen kleinen Einblick zu den beiden Namenspaten Wilhelm und Alexander von Humboldt bekommen.

Die Information über die Wissenschaften, Reformen und Visionen der beiden Brüder sind zu empfehlen, da sie kurz und knapp gehalten und damit nicht überfrachtet oder langatmig gehalten sind. Der kleine Einblick erklärt auch gut, warum das Humboldt Forum seinen Namen erhalten hat:

"Ihre Neugier und Fähigkeit, die Welt mit offenen Augen zu erkunden und sie als ein Zusammenspiel von Natur und Kultur zu verstehen, ist Inspiration für das kulturelle Programm."
(Zitat aus einer Broschüre des Humboldt Forums)


Im übrigen hat mir hier auch die Fenstergestaltung äußerst gut gefallen (siehe Fotos rechts).
 
Bei einem Besuch sollte man unbedingt auch einen Blick in den Skulpturensaal werfen, der auch ohne Ticket kostenlos zugänglich ist. Hier werden originale Skulpturen, Fassaden- bzw. Gebäudeteile ausgestellt, die noch auffindbar waren. Diese von der Schlosssprengung übrig gebliebenen Trümmerstücke und alte Fotos waren die Basis für die Fassadenrekonstruktionen des Humboldt Forums. Hier bekommt man auch einen mit einer Videoprojektion untermalten Einblick, wie die Skulpturen und Fassadenelemente wiederhergestellt wurden.
 
Mich persönlich hat im Skulpturensaal der Rest einer Holztür aus dem Stadtschloss sehr beeindruckt. Und auch bei der hier ausgestellten Kaiserkrone musste ich schmunzeln, denn in einem Fernsehbericht des rbb habe ich vor einiger Zeit gehört, dass man die in einem Berliner Schrebergarten einer Privatperson gefunden hat.
Das Humboldt Forum steht an einem Ort, der auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken kann:
Seit 1150 existierte  hier eine mittelalterliche Stadt. Im Jahr 1300 befand sich hier ein Dominikaner Kloster. 1451 wurde es zum Schloss der Kurfürsten von Brandenburg, das sich 1540 zum Barockschloss entwickelt hatte. 1718 war es ein Barockschloss der Könige von Preußen, das 1853 eine Schlosskuppel und Kapelle bekam. Nach der Sprennung der Schlossruine nach Kriegsende 1945 befand sich an diesem Ort 1951 ein Aufmarschplatz mit Tribüne, bis 1976 der Palast der Republik gebaut wurde. Nach der Wiedervereinigung und dem Gebäudeabriss war hier ab 2008 eine Wiese, bis hier nun das Humboldt Forum entstanden ist.

Über diese wechselvolle Geschichte informiert die Ausstellung Geschichte des Ortes, die kostenlos besucht werden kann. Sie gibt In 14 Minuten über eine 27 m breite Videoprojektion mit historischen Fotos und Filmen sowie Abbildungen originaler Objekte einen Überblick über diese 8 Jahrhunderte.

Sehr interessant ist, dass  im gesamten Gebäude historische Spuren zu finden sind, die an die Vergangenheit dieses Ortes  erinnern. Da sie sich bewusst an unerwarteten Standorten befinden, muss man schon bewusst darauf achten, um diese Spuren zu finden. Einiges konnte ich bei meinen  Besuchen schon entdecken:
 
Im Eingangsbereich wurde ein Teil der Pflasterung des Eosander-Innenhofes des Berliner Stadtschlosses erhalten. Im Eingangsbereich sind Schilder des Wegeleitsystems aus dem Palast der Republik zu finden. Die Lampen im Shop des Humboldt Forums sind Nachbauten der Lampen im Palast der Republik. Die Originale waren offenbar nicht mehr vorhanden. Im Skulpturensaal steht die Wahlurne der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer, die im Palast der Republik im März 1990 über den Beitritt der  DDR zur Bundesrepublik Deutschland abgestimmt hat.
Veranstaltungsplakat aus dem Palast der Republik. Brigadebuch des Kollektivs Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik beim Bau des Palastes der Republik. Unter dem Motto "sozialistisch arbeiten, lernen und leben" wurden in diesen Brigadebüchern bei dem Wettbewerb um den Titel "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" auch gemeinsame Freizeitaktivitäten der Brigade dokumentiert, z. B. Bowlingabende oder Pilzralleys. Das Kaiserpaar Wilhelm II. und Auguste Viktoria erhielten 1906 zur silbernen Hochzeit 12  Schiffsmodelle aus Silber, auch die Victory, das Flaggschiff Nelsons in der Schlacht von Trafalgar 1805. Wegen seiner Begeisterung für alles Maritime ließ Wilhelm II. die Schiffe in seiner Wohnung im Schloss aufstellen. An den Portalen zum großen Innenhof sind Originalaufnahmen der Revolutionen 1848, 1918 und 1989, die an diesem Ort aufgenommen wurden.
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Im 1. OG des Treppenaufgangs informiert ein Film über die kulturelle Zwischennutzung des Palastes der Republik von 2003 bis 2005. In der Zeit fanden etwa 900 Veranstaltungen unter dem Titel "Volkspalast" testweise statt, die von rd. 500.000 Menschen besucht wurden. Am nachgebauten Eosanderportal, dem Hauptzugang zum Foyer, findet man oben links ein etwas dunkleres Fragment, einem Originalstück des Berliner Stadtschlosses aus der  Zeit von 1706-1713. Rechts davon sieht man ein Spruchband, das den preußischen König Friedrich I. rühmt und vom damaligen Innenhof aus zu lesen war. Wie dies seinerzeit aussah, zeigt das Foto eines Gemäldes aus der damaligen Zeit. Über 200 Jahre dienten diese Skulpturen aus dem Berliner Stadtschloss den Hohenzollern ihrer Selbstdarstellung. Nach Kriegsende waren sie in Potsdam ausgestellt und sind nun wieder an ihren alten Standort zurückgekehrt. Mit Ende des 1. Weltkriegs 1918 endete die Monarchie der Hohenzollern. Wilhelm II. ging ins Exil nach Holland. Mit den hier ausgestellten Kisten nahm er aber 63 Zugwaggons Hausrat und Kunstgegenstände mit. In der Ausstellung für  asiatische Kunst befindet sich ein Gemälde der Straße Unter den Linden, das den Wandel von 1700 bis 2020 verdeutlicht. Durch die im Bild eingebauten zwei "Gucklöcher" sieht man, wie es hier 1977 bzw. 2018 aussah.
Das Bild war Teil der Gemäldegalerie im Hauptfoyer des 1976 eröffneten Palastes der Republik. Unter dem Titel "Dürfen Kommunisten träumen?" waren hier 16 Bilder ausgestellt. Dieses Bild hat den Titel "Guten Tag" und stammt von Wolfgang Mattheuers. Die brutal in die Natur gebaute Industrielandschaft wird heute als Kritik an politischen Fehlentwicklungen gedeutet. Das ist ein Überwachungsmonitor aus dem Palast der Republik. Als besonderes "Sicherungsobjekt" der Staatssicherheit war der gesamte Außen- und Innenbereich überwacht: Angestellte wurden überprüft, Besucher observiert, Telefone abgehört und zentrale Orte mit Kameras beobachtet. DDR-kritische Personen, die hier auftraten (z. B. Udo Lindenberg), wurden systematisch bespitzelt. Teil des insgesamt 14 m langen Bronzereliefs aus dem Foyer der Volkskammer, die sich auch im Palast der Republik befand. Das Relief sollte die Entwicklungsgeschichte der Menschheit darstellen, die nach Ausbeutung, Unterdrückung und Klassenkämpfen eine kommunistische Gesellschaft anstrebt. Bei seiner Demontage wurde das Relief in 43 Teile zerschnitten - die Frage ist, wo die restlichen Teile geblieben sind ... Reste des Kaiserliches Bads im Schlosskeller. Das sind  Eisbecher aus der Milchbar im Palast der Republik. In diesen Edelstahlbechern wurden Eiskaffee und  Eisschokolade serviert - in der DDR rare Genussmittel.
Der Eröffnungsausstellung im Humboldt Labor Nach der  Natur liegt der Gedanke von Alexander von Humboldt zu Grunde, dass alles in Wechselwirkung ist. Während das Fachwissen durch Forschung zunimmt, wird immer deutlicher, das auch grundlegende Fragen des ökologischen und sozialen Miteinanders gemeinsam betrachtet werden müssen. Auch das Verhältnis Mensch und Natur steht immer wieder vor neuen Fragen. Dabei gilt es, von der Natur zu lernen; wobei es "die" Natur nicht gibt, da sie viel zu sehr von den Eingriffen der Menschen geprägt ist - also ganz aktuelle Themen. Die Ausstellung macht auch deutlich, dass es die eine Wahrheit nicht gibt, Wissenschaft bedeutet auch ständigen Austausch, wie Erkenntnisse im gesellschaftlichen Zusammenhang zu deuten sind. Nachfolgend ein paar Impressionen:
Die Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum läuft unter dem Titel Berlin Global und wird als Dauerausstellung angeboten. In ihr geben Vereine, Initiativen, unterschiedlichste Künstler u. a. interessante Einblicke in die Themen Revolution, Freiraum, Grenzen, Vergnügen, Krieg, Mode und Verflechtung. Interessant ist das interaktive Erlebnis der Ausstellung, das den Besuch sehr kurzweilig macht. Auch bezieht man durch die Wahl des eigenen Wegs durch die Ausstellung an verschiedenen Stellen der Ausstellung Position zu Fragestellungen und hinterlässt eine "Spur". Das ist sehr interessant gemacht. Nachfolgend ein paar Impressionen:
Den Eingangsraum schmückt ein 375 m² großes Wandbild, das auf die Themen der Ausstellung eingeht. Die Künstler sollen 3 Wochen daran gearbeitet haben. Schon hier gibt es viel zu entdecken. Ein Highlight der Ausstellung ist die  Tresortür aus massivem Stahl vom Kaufhaus Wertheim, das im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Aber Techno-Fans werden sie kennen, denn sie war in den 90er Jahren Eingangstür im legendären Club "Tresor". Eines meiner persönlichen Highlights war dann die "Diskokugel" in der Ausstellung - ein Eingang kann man sich einen Kopfhörer schnappen und etwas zu Songs der Berliner Clubszene etwas abtanzen. Da Kriege die Stadt intensiv geprägt haben, sind natürlich auch die Kriege in den deutschen Kolonien sowie der erste und zweite Weltkrieg Gegenstand der Ausstellung. Im Ausstellungsraum "Verflechtung" kann man 15 Sound-Porträts lauschen von Berliner/-innen, die  hier geboren wurden, sich Berlin als Lebensort ausgesucht haben oder per Zufall hier her gekommen sind. Sie erzählen von ihren Verbindungen zu anderen Orten der Welt, die zu ihrem Leben gehören.
Mit Eröffnung des Humboldt Forums wurde auch die Ausstellung Schrecklich schön eröffnet, die sich um die Themen Elefant, Mensch und Elfenbein beschäftigt. Seit Jahrtausenden werden aus Elfenbein Kunstwerke geschaffen, gleichzeitig stehen sich auch für Gewalt, d. h. drohender Ausrottung der Elefanten, Ausbeutung von Natur, Wilderei und organisierte Kriminalität. Sie schafft aber auch eine Verbindung zu einem Kernthema des Humboldt Forums: Kolonialismus. Nachfolgend ein paar Impressionen:
Nach meinem Geschmack eine sehr gute und beeindruckende Ausstellung. Äußerst einprägsam war das oben abgebildete Rancher-Auto nach dem Angriff eines Elefanten ...
Im Oktober 2021 habe ich auch die Chance eines noch kostenlosen Besuchs der Ausstellungen im Humboldt Forum genutzt, um mir die ersten Ausstellungsteile des Ethnologischen Museums anzuschauen; im 2. OG war schon der Bereich Ozeanien, Amerika und Afrika eröffnet und im 3. OG der Bereich Ostasien, Südasien und Zentralasien, China und Europa. Ab Sommer 2022 soll die Ausstellung dann vollständig zu sehen sein. In den bei meinem Besuch schon eröffneten Teilen gab es schon sehr viel zu sehen und viel Informatives, sodass ich hier nicht alles zeigen oder kurz zusammenfassen kann. Daher zeige ich nachfolgend ein paar exemplarische Bilder/Impressionen und kann eigentlich nur dazu auffordern, selbst einmal vorbeizuschauen.

Etwas hervorheben möchte ich aber das rechts abgebildete Bild aus dem Ausstellungsbereich
Kläge der Welt - einer universellen Sprache aller Menschen. Hier geht es inmittel von zahlreichen Musikinstrumenten aus aller Welt und Klanginstallationen um die Fragen: Warum und wann machen Menschen Musik? Was ist eigentlich Musik und wie wird sie gelernt bzw. gelehrt?
An dem Beispiel sieht man vielleicht, dass die Ausstellungen im Humboldt Forum m. E. sehr gut gemacht sind, immer wieder mal zum Mitmachen anregen und die Inhalte auf eine gute Art vermitteln.
 
 
 
 
 
Sehr empfehlen, kann ich auch den Besuch im Schlosskeller. Hier findet man originale Mauern und Fundstücke vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie zeigen, dass die Arbeit vieler Menschen nötig war, um den Alltag oben im Kloster und später im Schloss zu ermöglichen, Mönche lagerten Fässer oder Mägde rupften Geflügel für die Köche der Königin, die Schlosswache machte Pause usw. usw.
Deckeninstallation am Treppenabgang.   Nach der Schlosssprengung durch die DDR übrig gebliebene Fundamentreste des Eosanderportals. Porzellanscherben aus dem Berliner Stadtschloss.
Friedrichswerdersche Kirche nach oben
Vis-á-vis des Ü Auswärtigen Amtes steht die Friedrichswerdersche Kirche. Das Besondere an ihr ist, dass sie nicht nur von Karl Friedrich Schinkel errichtet wurde, sondern heute auch eine Ausstellungsfläche der Ü Alten Nationalgalerie ist. Ausgestellt sind hier Skulpturen und Plastiken des 19. Jahrhunderts rund um die Berliner Bildhauerschule.

Sehr interessant sind auch die Informationen auf der umlaufenden Empore über das Leben und (auch baugeschichtliche) Werk des Universalkünstlers Karl Friedrich Schinkel.


Öffnungszeiten: DI-SO 10:00-18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Links sind ausgestellte Skulpturen zu sehen, die zu einem Zyklus von insgesamt 15 Statuetten gehören für den von Schinkel entworfenen Teesalon des Kronprinzenpaars Elisabeth und Friedrich Wilhelm IV. im Ü Berliner Stadtschloss (siehe historische Fotos rechts). Sie sollen zu ihrer Zeit so beliebt gewesen sein, dass auch Johann Wolfgang von Goethe und Wilhelm von Humboldt Abgüsse in ihren Wohnräumen aufgestellt haben sollen.

Die hier zu sehenden Skulpturen "Persephone" und "Elektra" sind Repliken aus dem Nachlass des Bildhauers Christian Friedrich Tieck, der viele Projekte mit Schinkel ausführte und 1825 mit der Gestaltung des Teesalons betraut war. Der abgebildete "Archill" ist aber das Original.
 
Die links zu sehende Skulptur von Emil Wolff ist die Zauberin "Circe", die lt. griechischer Sage die Gefährten von Odysseus in Schweine verwandelt haben soll. Das ganz links abgebildete Fragment ist das Original, das 1944 bei einem Luftangriff fast vollständig zerstört wurde.
Daneben auf dem rechten Bild ist eine Nachbildung der ca. 103 cm großen Skulptur zu sehen, die bei meinem Besuch in der Friedrichwerderschen Kirche als Leihgabe der staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg temporär zu sehen waren (durch diesen Pressebericht hierzu bin ich auf die Kirche aufmerksam geworden).

Rechts ist eine niedliche kleine Mamorfigur von Emil Wolff mit dem Titel "Der Winter" zu sehen. Sie stammt aus einem Jahreszeitenzyklus. Löwenfell und Keule symbolisieren den Winter, da sie aber auch als klassische Attribute des Herkules zu lesen waren, war diese Figur zu ihrer Zeit wohl auch als Einzelfigur ein "Bestseller" für viele Rom-Reisende.
Links seht ihr ein paar Bilder von der Empore. Hier oben habe ich auch ein historisches Fotos gefunden, auf dem auch die Friedrichswerdersche Kirche zu sehen ist (man blickt quasi von der Schlossbrücke und links neben dem Bild stünde das Berliner Stadtschloss).

Das Gebäude links von der Kirche ist die im 2. Weltkrieg zerstörte Bauakademie, der 1799 gegründeten Ausbildungsinstitution für die  Architekturausbildung. Hierzu werde ich bei Gelegenheit noch Informationen auf dieser Website einstellen.
Bei meinem o.  a. Besuch der Friedrichswerderschen Kirche hat leider in der Ausstellung eine bei den Besuchern sehr beliebte Skulptur gefehlt, da sie wohl in der Restauration war: Ein Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen von Johann Gottfried Schadow. Die Skulptur gilt als Ikone des Klassizismus. Daher hatte ich (ohne ein Foto) über die Skulptur hier zunächst nichts geschrieben.

Per Zufall habe ich bei einem Ausstellungsbesuch im Ü Marie-Elisabeth-Lüders-Haus aber nun ein Foto entdeckt, das ihr nun rechts sehen könnt. Wenn die Skulptur wieder in der Friedrichswerderschen Kirche ausgestellt ist, werde ich hier noch ein weiteres Foto einfügen.
Wichtig zu wissen ist aber, dass es sich bei der Skulptur "nur" um eine Gipsversion von 1795 handelt, die Schadow als Übertragung der später angefertigten Marmorversion gedient hat.


Klickt unbedingt einmal auf den o. a.  Link "Marie-Elisabeth-Lüders-Haus", da ihr hier auch ein paar interessante Informationen zu dortigen Ausstellungen findet.
Dokumentationszentrum Flucht und Vertreibung nach oben
In der Nähe des Anhalter Bahnhofes befindet sich im "Deutschlandhaus" das Dokumentationszentrum Flucht und Vertreibung, das in seiner Ausstellung über zwei Etagen sehr viele Informationen zum Thema Flucht und Vertreibung anbietet. Einen Besuch kann ich sehr empfehlen. Für die, die sich noch tiefergehender mit diesen Themen beschäftigen möchten, gibt es in der 1. Etage auch eine Bibliothek mit einem Zeitzeugenarchiv (siehe Foto rechts). Die Bibliothek war bei meinem Besuch - an einem Wochenende - geschlossen, aber hier werde ich sicherlich auch noch einmal vorbeischauen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstags bis Sonntags 10:00-19:00 Uhr 
Öffnungszeiten der Bibliothek:
Dienstags bis Freitags 10:00-19:00 Uhr 
Der Eintritt für Ausstellung und Bibliothek sind frei (sie finanziert sich über eine Stiftung, die unter der Trägerschaft des Deutschen Historischen Museums steht). Link zur offiziellen Homepage des Dokumentationszentrums:
Bitte dafür auf das Bild links mit der Außenansicht klicken.
   
Hamburger Bahnhof nach oben
In der Nähe des Hauptbahnhofes findet man den Hamburger Bahnhof. Dem Gebäude sieht man deutlich an, dass es sich um ein ehemaliges Bahnhofsgebäude handelt. Heute ist es aber ein Museum für moderne zeitgenössische Kunst. Von Freunden weiß ich, dass die Ausstellungen hier sehr schön sein sollen, habe aber bislang noch keine besucht. Daher stelle ich hier zunächst einmal nur Bilder von der Außenansicht an.

Übrigens: Die Skulptur, die ebenfalls rechts zu sehen ist, steht direkt vor dem Eingang. Mehr kann ich euch dazu leider (noch) nicht erzählen.
 
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